Das Mikrobiom, die Welt der Bakterien und das „Leaky Gut Syndrom“

Das Mikrobiom, das im weiteren Sinne die Gesamtheit aller den Menschen besiedelten Mikroorganismen bezeichnet,  wirkt sich erwiesenermaßen auf das Gehirn aus. So zeigen sich bei neuropsychiatrischen Erkrankungen Veränderungen in der Zusammensetzung der Darmbakterien.

Der Magen-Darm Bereich produziert einen Fluss von Informationen ins Gehirn, welcher nicht nur durch Nerven bewerkstelligt wird, sondern unter anderem durch mehr als 20 verschiedene Darmhormone, die der Darm selbst produziert.

Diese beeinflussen nicht nur Hunger- und Sättigungsgefühl, sondern auch emotionale Prozesse und damit die Gemütslage. So wirkt die Art der Zusammensetzung des Darm-Mikrobioms sich auch auf das Gehirn aus.

Das Immunsystem des Darms hat großen Einfluss auf körperliches Wohlbefinden. Wenn Pathogene (z.B. Bakterien und Viren, die Krankheiten verursachen) und Antigene (Stoffe, die Immunreaktionen auslösen) reagieren, werden Zytokine produziert. Diese können über die Blut-Zirkulation ins Gehirn gelangen, wo sie Symptome wie Schläfrigkeit, Erschöpfung oder ein großes Ruhebedürfnis hervorrufen.

So soll auch Stress zu einer Veränderung des Bakterienhaushalts in Darm führen, was sich dann, je nachdem wie die Zusammensetzung sich ändert, individuell auswirkt.

Zudem verstärken Stress, ungesunde Ernährung, Infektionen, aber auch häufige Einnahme von Antibiotika Entzündungen im Darm, speziell an der Darmschleimhaut, wobei nützliche Bakterien absterben. Es wird dabei auch die Darmwand durchlässig, wobei Lücken entstehen, durch welche Giftstoffe, Allergieauslöser uhd Krankheitserreger leicht in den Blutstrom und so in den gesamten Organismus, bis ins Hirn gelangen können.

Dieses „Leaky Gut Syndrom“ führt für Betroffene zu erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, sowie ständiger Müdigkeit, sinkende Leistungsfähigkeit, depressiver Verstimmung und Schlafstörungen sowie Durchfall, Blähungen, Schlappheit, wie auch Nahrungsmittelallergien und -intoleranzen.

MSM – Methylsulfonylmethan kann zum Wiederaufbau der Innen-Auskleidung des Verdauungssystems beitragen und dadurch kann es die Symptome bei Patienten mit „Leaky Gut Syndrom“ verbessern.

In der Alternativmedizin wird Entsäuern mit Detox für das Reinigen des Körpers von schädliche Stoffwechselprodukte und toxische Stoffe empfohlen, um so den Körper zu entgiften. Aus Sicht Alternativmediziner entstehen durch Übersäuerung des Körpers die meisten
gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit.