Helicopacter pylori und die Brokkoli Diät 

Mit ca. 50% bis 80% der Menschen die von einer Helicopacter pylori Infektion betroffen sind gehört diese zu den häufigsten bakteriellen Infektionen. Wobei für Viele davon keine Folgen zu spüren sind, die Beschwerden aber bis zu Auslösen von Krebs reichen.

Häufig verursacht die Infektion eine bakterielle Gastritis, sowie Magen und Zwölffingerdarmgeschwüre, kann aber auch Magenkrebs oder eine spezielle Art von Lymphdrüsenkrebs auslösen.

Zu bekämpfen ist dieser Keim mittels Antibiotika, aber auch der Pflanzeninhaltsstoff Sulforaphan soll hier guten Erfolg haben.

Bei der üblicherweise verwendeten Antibiotika Behandlung zeigt sich das Problem, dass dadurch die Darmflora Schaden erleidet und es teilweise auch Resistenzen gibt. Eine Behandlung erfolgt hier über sieben bis zehn Tage mit Unterstützung von Protonenpumpenhemmer (Magenschoner).

Als Alternative therapiert Internist und Gastroenterologe Dr. Marcus Franz, mit einer Erfolgsrate von über 80%, bereits seit Jahren mit einer Broccoli-Diät.

Hierbei müssen seine Patienten mindestens sieben Tage lang täglich ein halbes Kilo Brokkoli essen und um die Bildung von Magensäure zu hemmen, da der Keim in einem nicht sauren Umfeld leichter abzutöten ist, dazu Protonenpumpenhemmer einnehmen.

Außerdem rät Dr. Marcus Franz dazu Brokkoli nicht zu lange zu kochen, da dadurch bis zu 90% des Wirkstoffs Sulforaphan verloren gehen. Auch sind Brokkolisprossen empfehlenswerter, da diese mehr Sulforaphan enthalten.

Um die Behandlung noch effektiver zu gestalten, kombiniert er diese mit Milchsäurebakterien, wofür man täglich ein Joghurt dazu essen sollte.

Für Betroffene empfiehlt sich eine Ernährungsberatung in seiner Ordination